Erotische Liebesgedichte von Bertolt Brecht

Das älteste Thema der Menschheit steht im Mittelpunkt dieser lyrisch-erotischen Brecht Aufführung. Alles, was unsere Deutschlehrer immer vor uns verstecken wollten – hier ist es versammelt und kompromittierend komponiert. 

Brecht war ein Liebender und also ein Leidender. Man wirft ihm vor, er habe Frauen oft nur benutzt. Das ist nicht falsch. In der Tat, er hat Frauen, die er liebte, für seine Zwecke benutzt; und er hat sich bisweilen in Frauen, die er nur benutzen wollte, verliebt. Doch will es scheinen, dass er mehr noch als einzelne Individuen bis zum Ende seines Lebens die Liebe liebte. Sein kürzestes Gedicht besteht aus nur acht Worten und er hat es seiner Geliebten Ruth Berlau gewidmet. Es trägt den Titel "Schwächen": Du hattest keine. Ich hatte eine: Ich liebte. Das Persönliche und das Private, das Intime, von dem wir in seinen dramatischen Arbeiten leider selten hören - er hat es nicht ausgespart, nur kommt es in seinem Werk anderswo vor: in der Lyrik. Die Anfänge Brechts standen im Zeichen des Protests gegen die bürgerliche Ordnung, der Rebellion gegen alle Tabus. Diese Rebellion bereitete ihm keinen Kummer, ihr fühlte er sich durchaus gewachsen, weniger hingegen der Liebe und der Sexualität.

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